Jason C. – Wo bist du?

The Grudge 2Jason C., Filmstudent aus den Vereinigten Staaten, macht sich auf den Weg nach Tokyo, Japan um dort eine Dokumentation über die Dreharbeiten von The Grudge 2 zu drehen.

Dort angekommen, erzählt ihm der Drehbuchautor des Films, Stephen Susco, daß der Film auf tatsächlichen Begebenheiten beruhe und daß Teile des Original-Grudge Hauses im Set verbaut wurden.

Neben dem Drehbuchautoren lernt Jason auch sehr schnell alle anderen Crew-Mitglieder kennen, unter anderem auch Amber Tamblyn and Sarah Michelle Gellar, die ihm dann auch für Interviews zur Verfügung stehen. Darin wirken sie jedoch zunehmend abwesend und irritiert bis eingeschüchtert, nicht zuletzt auch durch die immer wieder auftretenden unerklärlichen Phänomene.

Eines Tages ist Jason plötzlich verschwunden und niemand weiß etwas über seinen Verbleib. Einzig sein Mitbewohner in den USA erhält ein Paket mit dem Videomaterial von Jason und begibt sich fortan auf Spurensuche nach Jason. Er führt Jasons Blog auch fort.

Das, was fast schon nach einem neuen ARG klingt, ist eher ein grusliger bis netter Zeitvertreib einer interessanten viralen Kampagne, mit der Sony Pictures in den USA den Filmstart von The Grudge 2 am 13. Oktober bewirbt.

billion2one – Wer kennt diesen Mann?

billion2one.org - Haben Sie diesen Mann gesehen?Bei PXC (Perplex City) gibt es seit einigen Tagen und Wochen nun eine weitere bislang ungelöste Karte.

Sie trägt die Nummer 256 und gehört als silberne Karte zu den schwierigeren Rätseln der PXC-Welt. Auf ihrer Vorderseite ist das Portrait eines jungen Mannes vor einer Dorflandschaft zu erkennen. Zudem befinden sich am linken Rand einige Schriftzeichen.

Bereits 312 Spieler haben versucht, die Karte zu lösen und sich somit die 64 Punkte, die man für diese Karte gutgeschrieben bekommt zu sichern. Da dies bislang jedoch keinem der 312 Spieler gelungen ist, gibt es mittlerweile auch Stimmen, die die Karte als „Zu Schwer“ einstufen.

Ähnlich wie auch schon bei der Karte Assault on Thirteenth Labour (Nummer 251) haben sich auch hier die Spieler nun wieder zusammengeschlossen und einen internationalen Hilfe-Aufruf im Internet gestartet. Wer den Mann auf dem Foto identifizieren kann, seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort kennt oder etwas mehr über die Landschaft im Hintergrund des Bildes weiß, der wendet sich am besten an die Initiatoren der Webseite billion2one.org.

Dort wird auch bereits vermutet, daß die Aufnahme in Kaysersberg, Alsace, Frankreich entstanden ist.

Your Reality Needs YouBei der ebenfalls zum silbernen Set gehörenden Karte Assault on Thirteenth Labour, gab es bereits einen ähnlichen Aufruf: Your Reality Needs You!

Auch diese Karte wurde bereits von den Spielern als „Zu Schwierig“ eingestuft, denn es bissen sich bereits 1147 Spieler daran die Zähne aus. Das Rätsel der Karte besteht aus einem 12 x 15 Feld großen Code-Rätsel, für dessen Lösung einige Spieler sogar extra ein Brute-Force Programm entwickelten um es zu knacken.

Dieses BF-Programm, daß nur dazu dient diesen einen Code zu testen und zu knacken, kann von der gleichnamigen Webseite heruntergeladen werden. Jeder weitere Computer auf dem das Programm installiert wird, beschleunigt ähnlich wie bei dem SETI-Programm den Find-Prozeß, denn der Aufwand der Entschlüsselung wird von dem Programm auf alle teilnehmenden Computer gleichmäßig verteilt. Je mehr Computer teilnehmen, je größer also das Netzwerk ist, auf das das Programm zurückgreifen kann, desto schneller kann der Code entschlüsselt werden.

Die Frage, wer und wann diese beiden Rätsel lösen kann und wird, bleibt also weiterhin spannend.

Kreativer Input der Picnic ’06

Monsters Inc. by PixarDas Picnic ’06 geht weiter.

Kreativität und gemeinschaftliches Arbeiten gehen in den Pixar Animation Studios Hand in Hand. Das zeigte Michael B. Johnson in seiner Präsentation „The Creative Process At Pixar Animation Studios“.

Er wies bereits bei seiner Einleitung darauf hin, daß die Story als zentrales Element eines Films das wichtigste überhaupt ist. Sie muß noch vor allen anderen Arbeiten stehen, denn „Telling a story is selling a story“.

Erst wenn die Geschichte vom Story-Department ein erstes Mal in einer Vielzahl von Skizzen zu Papier gebracht wurde (heutzutage auch mittels einer von Pixar entwickelten Software namens Pitch Doctor), beginnt der bei Pixar als „Iterize and Criticize“-Prozeß bekannte nächste Schritt. Hierbei werden Probleme im Ablauf der Story aufgezeigt und Lösungswege und -möglichkeiten besprochen.

Ein Ausschnitt aus dem Pitch Doctor-Schnitt zu „Die Unglaublichen“ verdeutlichte diesen Prozeß. Darin wurde das Flugzeug der Familie plötzlich von ferngesteuerten Raketen beschoßen. Zwar konnte die Familie durch ein von der Tochter erzeugtes Kraftfeld überleben, aber der Pilot des Flugzeugs kam beim Einschlag der Raketen ums Leben. In dieser ursprünglichen Fassung sollte die Szene deutlich machen, über welche Superkräfte die Unglaublichen verfügen, und daß das Leben ohne solche Superkräfte eben auch schnell zuende sein kann. Nach vielen Diskussionen wurde der Pilot kurzerhand ganz aus dem Skript gestrichen, denn allen (auch den Zuschauern) war klar, daß die Unglaublichen über Superkräfte verfügen, die nicht noch durch das Ableben eines „Normalsterblichen“ in den Vordergrund gestellt werden müssen.

Der gesamte Prozeß ist von der Story abhängig, die erzählt werden soll, wobei sich die beste Idee durchsetzt. Leider reichte die Zeit nicht ganz, sodaß der Beitrag pünktlich für den nächsten Redner unterbrochen werden mußte.

In der folgenden Stunde sprach unter anderem Gary Carter (Chief Creative Officer, FMX, FreemantleMedia) darüber, daß es in unserer heutigen Zeit nicht um die Fragen „Was wird es kosten?“ oder „Wer wird es bezahlen?“ geht, sondern eher um die Frage „Was machen wir daraus?“. Basierend auf der Festestellung, daß das Fernsehen genauso tot ist wie Reality Shows, ergibt sich im Zusammenhang mit diesen Fragen der einzige Schluß, daß der Content die Zukunft regiert.

Minority ReportNeben Carter hatte auch John Underkoffler (Chief Scientist, Treadle & Loam) einen Teil dieser Stunde Zeit für seinen Vortrag. Er vermittelte einige tiefe Einblicke in die heutigen Möglichkeiten neue Welten zu erschaffen. Am Beispiel von Minority Report zeigte er an Beispielen, wie mithilfe von einigen wenigen Elementen unserer realen Welt durch die Entwicklung neuer Elemente genau dies bewerkstelligt wurde.

Im Gegensatz zu Michael B. Johnson stellte Underkoffler jedoch die Story für den Prozeß der Entwicklung dieser neuen Welten völlig in den Hintergrund. Sicher kommt es hierbei aber auf den Zweck an, der mit dieser neu geschaffenen Welt verfolgt werden soll. Bei Minority Report war es jedenfalls so, daß tatsächlich bereits eine Story vorhanden war, als er und sein Team die Ausarbeitungen für die neue Welt aufnahmen, denn Minority Report beruht auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Philip K. Dick aus dem Jahr 1956.

Nach einer kurzen Kaffepause gab es eine Diskussionsrunde zwischen Dan Gillmor (Center for Citizen Media), Craig Newmark (Gründer und CSR von Craigslist) sowie Marc Canter (Gründer und CEO von Broadband Mechanics, Gründer von People Aggregator und Mitbegründer von Macromedia). Dan Gillmor vertritt die Hauptaussage „Die eigentliche Zielgruppe wird immer mehr zu einem grundlegenden Bestandteil des journalistischen Ecosystems.“ Die Diskussion führte dann jedoch eher dazu, wie stark eine Vernetzung der Social Networking Systeme untereinander zu bewerkstelligen ist oder was eben noch nicht funktioniert.

talpa.tvJohn de Mol (Gründer von Talpa) stellte in seinem Beitrag nach der Mittagspause heraus, wie durch Kreativität beeinflußt eine dynamische Partnerschaft zwischen Content-Anbietern, Werbern, Kreativ-Agenturen und den Endkunden ausschauen kann. Seine Schöpfung Talpa.tv ist der erste Schritt in diese Richtung.

Anschließend lieferte Linda Stone (Consultant, Microsoft Corporation) einige anregende Gedanken in ihrem Vortrag „The Real Aphrodisiac“, indem sie die „always on“ – Technologien der vergangenen 20 Jahre beleuchtete.

Im zweiten großen Themenbereich des Nachmittags ging es um die virtuellen Welten, die immer mehr Menschen aus allen Altersklassen in ihren Bann ziehen. Den Anfang machte Philip Rosedale (Gründer von Linden Lab/Second Life) der über die faszinierenden Möglichkeiten in der Welt von „Second Life“ berichtete. Unter anderem zeigte er, wie einige Spieler mit ihrem „zweiten Leben“ sogar richtig Geld verdienen, indem sie Kleidung, Schmuck oder andere Gegenstände entwickeln, die sich wiederum andere Spieler für ihr „zweites Leben“ kaufen können. Einige „Designer“ sind damit so erfolgreich, daß sie nach eigener Aussage 1000 $ in der Woche und mehr verdienen.

Eccky ist ebenfalls eine Möglichkeit, ein wenig tiefer ins virtuelle Leben einzusteigen. Dabei schließen sich zwei Leute zusammen und können gemeinsam ein Kind aufziehen. Je älter dieses Kind wird, desto mehr Aktionen stehen dabei zur Verfügung und desto besser wird die Kommunikation mit dem kleinen Gör. Allerdings verfolgt Eccky keine finanziell bereichernden Ziele. Vorgestellt wurde Eccky von Yme Bosma (Business Manager Eccky, Media Republic).

Dem gegenüber steht da schon eher wieder das Habbo Hotel. Hier kann man sich ähnlich wie bei „Second Life“ ein Zimmer kaufen und dieses mit Gegenständen, Dekoartikeln und einfach Sachen zum Wohlfühlen ausstatten und halt Geld ausgeben. Die Grafik des Habbo Hotels ähnelt dabei jedoch den frühen 3D Versuchen und ist der Retro-Ära entsprungen, was dem Spiel nicht nur einen niedlichen Touch verleiht sondern auch das Durchschnittsalter der Spieler auf 15 herabsenkt. Die Präsentation von Habbo Hotel wurde von Sampo Karjalainen (Chief Creative Officer, Sulake) vorgenommen.

Second Life Eccky Habbo Hotel

Picnic ’06 eröffnet

Picnic '06Heute hat in Amsterdam die Picnic ’06 ihre Pforten zu einer dreitägigen Cross Media Conference geöffnet.

Zwar gab es ganz zu Beginn der CMC noch einige Probleme, weil zunächst die Teilnehmerlisten nicht abrufbar waren und sich so niemand außer den Sprechern wirklich anmelden konnte, aber am Nachmittag war dieses Problem behoben und jeder bekam seinen Badge um auch zu den wichtigen Diskussionsforen Einlass zu bekommen.

Um 10 Uhr begann die erste Veranstaltung. In einer kleinen, gemütlichen, rund 70 Leute fassenden, Kinosaal-ähnlichen Räumlichkeit versammelten sich mehrere Hand voll Zuhörer, um den akademischen Ausarbeitungen der IGDA SIG Gruppe in deren Whitepaper zum Thema Alternate Reality Games zu lauschen.

Nach einer kurzen Ansprache durch Adam Martin übernahm Brooke Thompson den ersten Teil der Vorstellung und stand den Fragen der Zuhörer anschließend mit einer Vielzahl an Beispielen Rede und Antwort. Im zweiten Teil dieser Veranstaltung gab es einen Ausblick auf die leider nicht rechtzeitig in gedruckter Form vorliegenden Whitepaper, sowie eine Diskussionsrunde, in der einige Gesichtspunkte von Alternate Reality Games genauer beleuchtet wurden.

Am Nachmittag fand dann eine Podiumsdiskussion zum Thema Digital Cities statt. Hauptdiskussionspunkte und gleichzeitig auch Kritikpunkte dieser Veranstaltung waren unter anderem die immer noch viel zu geringe Bandbreite, die schleppende Verbreitung von freien Wireless Lan Netzen und die auf uns zukommende Veränderung unseres Alltags, durch die neuen technischen Möglichkeiten.

Picnic '06Im Zusammenhang der Picnic ’06 gab es übrigens ein erstes ARGonautentreffen. Imbri, SpaceBass und Giskard sind nämlich ebenfalls auf der CMC und am Freitag Abend werden wahrscheinlich auch Nola und Kender mit uns zusammen in Amsterdam einfallen.

Für ein ordentliches Picnic empfehle ich auf jeden Fall eine Decke einzupacken 😉

ARG-Reporter Chatraum

ARGR ChatSeit gestern gibt es hier auf ARGR eine neue Funktionalität. Zwar besteht der ARGR-Chat schon länger, aber bislang mußte man sich entweder über einen selbstständigen IRC-Client einwählen oder über unFiction. Nun steht auch auf ARGR ein IRC-Client zur Verfügung, der eine direkte Einwahl in den Channel #ARGR erlaubt.

Wer das gleich mal selbst ausprobieren möchte, der hat heute Abend auch eine besonders schöne Gelegenheit dazu, denn dann findet hier im Channel #ARGR der erste deutschsprachige Puppetmaster-Chat statt. Die men and women behind the curtain des ARGs rund um Philipp Retingshof treten heute Abend ab 21 Uhr hinter dem Vorhang hervor und stellen sich den Fragen der Argonauten.

Update: Durch die Umstellung auf ein neues System wird nun kein Java mehr benötigt.

Showdown in Würzburg

Um 17 Uhr empfingen Iltis, Timme und ich Phil auf dem Würzburger Marktplatz. Nach kurzer Begrüßung ging es dann gleich los zum Dom.

Erst begutachteten wir ihn kurz von außen. Dann ging es hinein. Wir fanden bald eine aufgeschlagene Bibel, aber darin fanden wir keinen Hinweis. Nachdem wir den kompletten Dom gründlich untersucht hatten, waren wir uns ziemlich sicher, dass wir am falschen Fleck suchten. Also wieder hinaus, und noch einmal an der Außenseite entlang – wieder nichts. Neben dem Dom steht noch eine Kirche, das Neumünster.

Botschaft mit CodeDiese haben wir natürlich auch gleich angesehen. Ein Stockwerk tiefer befindet sich die Kilians-Gruft. Da ist uns an der Wand eine lateinische Inschrift aufgefallen, dachten uns aber nichts weiter dabei. Als wir nicht mehr weiter wussten, verließen wir die Kirche wieder. Wir wollten schon die anderen Koordinaten untersuchen, als wir doch noch einmal zum Dom zurück sind. Und dann…fanden wir doch tatsächlich noch einen Zettel für Phil. Als wir „Kilians Gruft“ lasen, sind wir sofort wieder zur Tafel im Neumünster zurück geeilt.

Wir vermuteten, dass es Wörter sind, und zwar mit folgendem Schema: Jede Zahl ist ein Buchstabe der Inschrift. Also 1 wäre somit H, 3 wäre C usw.

Als wir alle Buchstaben aufgeschrieben hatten und das Ergebnis genauer unter die Lupe nehmen wollten, wurden wir sehr energisch darauf hingewiesen, dass die Kirche geschlossen wird (außerdem sei Handy- und absolutes Kamera-Verbot). Aber vor dem Verlassen, machte ich noch ein Foto von der Tafel, was sich als sehr wichtig erweisen sollte. Wieder draußen suchten wir eine Sitzmöglichkeit, um in Ruhe weiter zu rätseln. Nach einigen Versuchen, bekamen wir auch Hilfe von den Online-Gamern. Des Rätsels Lösung: Nehme aus der sechsten Zeile den dritten Buchstaben usw.

GrabtafelDamit erhielten wir Folgendes:
FRANSONIOS SRLNZ WEIDT DEN WEG

Mit viel Phantasie:
Franconias Kranz weist den Weg.

Also ab zum Franconia-Brunnen vor der Residenz. Dort zeigte die Statue mit dem Lorbeerkranz in der Hand in Richtung der nächsten Koordinate.

Als wir in diese Richtung gingen sprang uns auch gleich das Theater ins Auge. Phil fragte am Schalter nach, ob etwas für ihn hinterlegt worden sei – Fehlanzeige. Also sind wir wieder nach außen und herum um das Gebäude. Dann sah Timme eine kleine Geldkassette neben einer Bank, auf der auch ein Mann saß. Als wir nachfragten, ob ihm diese Kassette gehört, sagte er gleich: Ja! „Ich habe eine Nachricht für euch, die euch zum gesuchten Ort führen wird: Ich empfange, übermittle und transportier alles, was man will.“

Phil richtete sich gleich wieder an die Online-Gemeinschaft und schnell wurde herausgefunden, dass damit der „Alter Kranen“ am Main gemeint war. Als wir schon kurz vor dem Kran waren musste Phil plötzlich ganz dringend aufs Klo 😉

Und just in diesem Augenblick, als Phil ging, habe ich hinter einem Gebüsch Oskar entdeckt, aber, um keine Aufmerksamkeit auf uns zu lenken, ließen wir Phil, ohne es zu sagen, weiterziehen, damit Oskar nicht weiß, dass wir zu ihm gehören.

FrankoniaWir gingen also direkt neben Oskar und betrachteten die „tollen Boote“ auf dem Main. Dann wollten wir natürlich zuschlagen, als dummerweise eine Person zu ihm kam und ihm etwas erzählte. Als sie weg war, versuchten wir einen neuen Anlauf, als ganz schnell eine andere Person direkt vor uns auftrat und uns: Cut! Zurief. Er sagte, dass Phil und Oskar jetzt noch eine finale Szene zu drehen hatten, bei der wir natürlich zusehen durften. Diese Szene müsstet ihr im Internet bewundert haben.

Kurz: Phil sucht alles ab. Geht unter die Brücke – Oskar kommt, sieht Phil nicht, ärgert sich, geht weg – Oskar entdeckt Phil unter Brücke, beobachtet ihn – Phil kommt hoch, lehnt sich grübelnd auf einen Mauervorsprung – Oskar schleicht sich ran, will Phil zuerst erschießen, überlegt es sich aber anders, weil er seinen Triumph genießen will – Phil rennt weg – Oskar stolpert eine Treppe hinunter – Oskar tot – eine Frau kommt und nimmt Phil mit ins Haus.

Danach haben wir alle noch nett geplaudert. Es war auch Würzblog als Presse da. Ich wollte wenigstens ein kleines Andenken, also habe ich nach einem Säckchen gefragt. Und ich habe eins 😀 und nach betteln, Iltis auch! Das war unser Abenteuer.

Würzblog Timme Patrol Iltis Sergio und Phil

Neues von Philipp Retingshof

In den letzten Tagen und Wochen hat der Anfang August noch unbekannte Restaurator aus Berlin, mit dem Namen Philipp Retingshof, eine große Schar an Spielern und Lesern seines Blogs gleichermaßen um sich versammelt und in Atem gehalten. Gemeinsam mit den Argonauten mußten verschiedene Aufgaben bewältigt werden, nach deren erfolgreicher Lösung er immer wieder ein Säckchen voller Mosaiksteine erhielt.

Mit Edda Gade hat sich nun das Rätsel um diese Säckchen zumindest ein Stück weit gelöst. Sie hat ihm eine Botschaft sowie einige Koordinaten zukommen lassen, wobei diese auf Würzburg hindeuten. In seinem aktuellen Blog-Beitrag bittet er erneut um die Mithilfe aller und verweist auf eine Seite, auf der derzeit noch ein Countdown zu sehen ist. Dieser wird um 17 Uhr auslaufen, wobei wir gespannt sein dürfen, was zu diesem Zeitpunkt passieren wird.

Philipps Ausgangslage für seine weitere Suche in Würzburg wird zudem von einem schrecklichen Ereignis getrübt. Oskar Knappe, der sich zunächst als Freund ausgegeben hat, ist nun zu einer Bedrohung geworden, da er seinerseits in den Besitz der Säckchen gelangen will. Nach einem zunächst erfolgreichen Einbruch in Philipps Wohnung konnte er zwar die Säckchen für sich gewinnen, verlor diese aber später wieder an Philipp. Nun setzt Oskar Philipp unter Druck, er hält seine Freundin gefangen.

Wird Philipp es schaffen, seine Freundin Laura zu retten? Wird er auch das Säckchen von Edda Gade für sich erobern können? Was wird in Würzburg passieren? Einige Argonauten haben sich bereits für Würzburg mit Philipp verabredet, um mit ihm gemeinsam auf die Suche zu gehen. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Weitere Informationen hierzu findet man

  • in Philipps Blog
  • auf der Seite mit dem Countdown auf AOL
  • im Wiki
  • im IRC-Chat, Channel #ARGR

Trauerkarte einer Unbekannten

Eine Trauerkarte von Helena StavrosEs gibt Tage, da geht man am liebsten gar nicht zum Briefkasten, weil man weiss, dass einem im nächsten Moment einige Rechnungen oder etwas ähnlich ärgerliches entgegenflattern wird. Dann gibt es Tage, da wartet man gespannt auf den Zeitpunkt, wenn der Briefträger endlich an der Tür ist und die Post überreicht oder in den Kasten einwirft.

Heute war keiner dieser beiden Tage. Statt dessen habe ich heute zwischen meiner Post eine Trauerkarte entdeckt, die mir erst einmal einen kleinen Schauer über den Rücken jagte. Eigentlich weiß man über solche Sachen ja schon immer vorher Bescheid und so oft habe ich auch glücklicherweise noch keine Trauerkarten bekommen, aber irgendwie war mir beim Anblick dieser äußerst unerwarteten Karte leicht anders zumute.

Als ich dann die Karte ganz aus dem Kuvert zog und den Namen der verstorbenen Person las, dachte ich jedoch: Wer ist Helena Stavros?

Ich mag zwar hier und da ein wenig vergesslich sein, aber an eine Helena Stavros konnte ich mich nicht erinnern. War die Karte vielleicht falsch adressiert? Dann sah ich mir die Karte etwas genauer an. Der darauf abgedruckte Spruch war von einem Philipp Retingshof geschrieben. Auch von dem hatte ich bislang noch nichts gehört.

Skizze eines Spiegels Der Spruch lautet:

Dein Leben ist daHin geschIeden,
durch des Todes starke Hand.
Doch LäuFst Du nur vor und bereitest unseren Weg.
Wir werden ewig daran denken,
was geMeinsam uns verband.
Voller Hoffnung auf dIch warten, stehen wiR am letzten Steg
.“

Auffällig an diesem Spruch ist die anscheinend bewusst gewählte Schreibweise einiger Buchstaben, die, wenn man sie entsprechend anordnet, einen Aufruf ergeben. Haben wir es hier vielleicht doch mit etwas anderem als einer Trauerkarte zu tun? Kann es wahr sein, dass ich hier vielleicht ein erstes deutsches Rabbit Hole vor mir auf dem Tisch liegen habe?

Völlig aufgeregt rufe ich nun also erstmal Google auf und tippe zunächst den Namen der Verstorbenen ein, Helena Stavros. In nur 0,23 Sekunden spuckt mir Google dann auch schon eine Liste von ungefähr 29 Ergebnissen aus und ich denke, das war noch nicht der richtige Weg. Was kann ich noch probieren? Oder habe ich mich etwa getäuscht? Ich probiere die Suche nach Philipp Retingshof. Google schafft es diesesmal sogar die Suche in nur 0,08 Sekunden zu beenden und ich denke schon, das wird auch wieder nichts. Aber die Ergebnisliste spuckt mehrere Einträge eines Blogs aus, die ich sofort darauf anklicke.

Ein alter Brief fällt hinter einem Rahmen hervorDer Blog trägt den Namen seines Autors, Philipp Retingshof und weist im Untertitel darauf hin, dass Philipp anscheinend Restaurator von Beruf ist. Auf den ersten Blick scheint er ein ganz normaler Kerl zu sein, der ein Leben führt, wie jeder von uns auch.

Gestern Abend hat er noch einen neuen Beitrag eingestellt. Es geht darin um einen alten Brief, den er hinter einem Rahmen eines Spiegels entdeckt hat, welchen er wohl gegenwärtig restauriert. Was hat es wohl mit diesem Brief auf sich? Wie wird sich das ganze weiterentwickeln?

Oder ist Philipp doch nur ein einfacher Restaurator mit einem Blog, der mal zwischendurch ein paar Beiträge schreibt, wenn es passt? Ich werde das ganze jedenfalls weiter beobachten und auch weiter darüber berichten.

Link: https://www.philippretingshof.de/

Diskussion: ARGR-Forum

Catching the Wish

Der eine oder andere alteingesessene ARGonaut erinnert sich ganz bestimmt noch an den Hilferuf des armen Dale Sprague, der so verzweifelt war, dass er sich beinahe das Leben genommen hätte. Wenn da nicht noch in letzter Sekunde der Wish aufgetaucht wäre, ihm die bereits an die Schläfe gehaltene Pistole weggenommen und ihm einen Wunsch erfüllt hätte. Auch wenn das erst der Beginn des eigentlichen Unglücks von Dale war, so handelte es sich hierbei um das äußerst erfolgreiche ARG Chasing the Wish von Dave Szulborski.

Jetzt ist Dale wieder da und veröffentlich ein mehrere Episoden starkes Comic Buch mit dem Titel Chasing the Wish, welches den ersten Teil der Chasing the Wish – Geschichte erzählt. Die Geschichten werden dabei auf 48 voll-kolorierten Seiten erzählt und enthalten direkte Beziehungen in den aktuellen, zweiten Teil dieses ARGs: Catching the Wish (CTW 2). Die erste Episode ist sogar schon so gut wie vergriffen. Wer dennoch ein Exemplar sein Eigen nennen möchte, der kann die Comics auch als eComics auf der Seite von New Fiction Publishing erwerben und herunterladen.

Für das Artwork der ersten Episode zeichnen sich unter anderem James Curcio, Jessika Kaos, Wm. Hamilton, and P. Emerson Williams aus, die jedoch alle Out-Of-Game (nicht ARG-relevant) sind.

In diesem zweiten Teil, der den Namen Catching the Wish trägt, teilt Dale seine Geschichte unter anderem mittels eines Comics mit. Dale wird seit einiger Zeit von ihm unerklärlichen, seltsamen Träumen geplagt, in denen die Realität wie er sie wahrgenommen hat, anders wiedergegeben wird. Außerdem stellt er mehr und mehr fest, dass die Einwohner seiner Heimatstadt Aglaura ebenfalls von diesem Phänomen betroffen sind. Die Gedanken und Erinnerungen der Einwohner dieser kleinen, verschlafenen Stadt in New Jersey scheinen völlig durcheinandergebracht worden zu sein.

Einige Leute können diese Geschehnisse einfach wegstecken. Andere, wie zum Beispiel der ehrenwerte Anwalt J. Douglas Willingham erleiden einen psychischen Zusammenbruch und müssen daraufhin klinisch behandelt werden. Neben diesen beiden Personen treten auch noch viele andere bereits aus dem ersten Teil bekannten Persönlichkeiten wieder zum Vorschein. So ist auch Dales Tochter Meaghan wieder dabei, nur dieses Mal ist sie bereits drei Jahre älter als wie noch im ersten Teil. Ausserdem kann auch sie sich an Geschehnisse erinnern, die noch gar nicht eingetreten sind.

Dennoch muss man weder den ersten Teil kennen, noch unbedingt die Comics lesen, um aktiv an diesem Alternate Reality Game teilnehmen zu können. Das kreative Team hinter CTW2 schafft es spielend, nicht nur alteingesessene ARGonauten in den Bann dieses ARGs zu ziehen. So waren zum Beispiel einige Spieler fast schon erschrocken, als sie eine Telefonnummer auf einer der In-Game Seiten anriefen und eigentlich einen Anrufbeantworter erwartetend statt dessen einen realen Dale Sprague am anderen Ende hatten. Neben vielen interessanten und wohl in die Geschichte eingeflochtenene Rätseln verbreitet sich die Geschichte bereits auf mehreren Webseiten im Internet und die Jagd auf den Wish bleibt spannend.

  • Diskussion in den UnForums (Englisch)
  • CTW2 Wiki (Englisch)
  • Chat in #ctw at irc.chat-solutions.org (Englisch)

EON8

Sechs Monate lang hielt die Webseite EON8 nicht nur die ARG-Gemeinde in Atem, sondern sie sorgte auch auf einschlägigen Newsseiten und allgemein im Internet für Aufruhr. Gestern Abend führte das Interesse an dieser Webseite sogar dazu, dass die unforums zeitweise dem Ansturm der Interessierten nicht mehr standhalten konnten und der Server dementsprechend mit dem einen oder anderen Schluckauf zu kämpfen hatte.

Die Seite selbst, die mit einem Countdown auf den heutigen Tag, den 1. Juli, aufmerksam machte ist seitdem immer noch schwierig zu erreichen, während das unforum sich so langsam wieder von dem großen Ansturm erholt hat.

Mit dem Ablauf des Countdowns wurde nun auch bekannt gegeben, dass es sich bei der Webseite nicht um ein neues Alternate Reality Game handelt. Zwar waren einige Argonatuen nun doch etwas enttäuscht, aber immerhin hatte es Mike, der Programmierer der Seite, geschafft, ein riesiges Interesse auf seine Seite zu lenken. Wie genau kam dieses Interesse zustande? Welche Mechanismen machte er sich zu Nutze?

Doch zunächst sollte ersteinmal die Frage beantwortet werden: Wenn EON8 kein ARG war, was war es dann?

Mike schreibt dazu auf seiner Erklärungsseite: E8, bzw. EON8 war ein Experiment, welches am 1. July 2006 erfolgreich beendet wurde. Ziel des Projektes war es, die Reaktionen der Internet-Gemeinde auf das Fehlen von Informationen zu erforschen.

Der Name der Webseite war schnell gefunden. Er sollte kurz und gut zu merken sein. Da EON9 bereits vergeben war, registrierte Mike kurzerhand EON8 für sein Projekt und legte die ersten Spuren zu seiner Seite auf MSFN. Hier wurde die Nachricht jedoch recht schnell als Spam angesehen und wieder entfernt, jedoch nicht so schnell, dass EON8 nicht plötzlich auch in anderen Foren und auf anderen Seiten auftauchte.

Es dauerte nicht sehr lange und die Seite wurde sogar wegen ihrer mysterischen Aufmachung mit Terrorismus in Verbindung gebracht. Nicht selten kam den Besuchern das Böse als erster Eindruck, wenn sie die Seite zum ersten Mal besuchten, auch wenn auf der Seite selbst nirgendwo drohende Phrasen oder gar Textpassagen verwendet wurden. Das Einzige was man auf der Seite lesen konnte, war: „We don’t want you here.“ (Wir wollen dich hier nicht haben). Einige andere vermuteten hinter dieser Webseite aber auch ein soziales Experiment, was es ja letzten Endes auch war. Dennoch gab es wieder andere, die hinter der Site auch ein virales Marketing für den neuen James Bond oder für ein neues Video Spiel sahen.

Neben der kurzen, aber doch recht verschwörerischen Absage („We don’t want you here“) verwendete Mike ausserdem verschiedene Codes, die zwar alle MD5 verschlüsselt waren, die jedoch keine weitere Bedeutung hatten. Es waren vielmehr zufällig ausgewählte Zahlen, die dann verschlüsselt wurden. Ähnlich verhielt es sich mit dem Passwort-geschützen Verzeichnis, für das es gar kein Passwort gab. Wer es dennoch bis in das Verzeichnis geschafft hatte, der bekam eine neue enigmatische Botschaft zu sehen „This is a decoy folder. Please connect to the internal secure network.“ (Dies ist nur ein als Köder dienendes Verzeichnis. Bitte verbinde dich mit dem internen Sicherheitsnetzwerk).

Ausserdem gab es noch eine Karte, auf welcher der Verbreitungsgrad der an EON8 Interessierten User auf einer Weltkarte dargestellt wurde. Zwar entsprach auch diese Karte nicht unbedingt den tatsächlichen sondern eher Zufallswerten, aber auch dies entfachte weiteres Interesse an der Webseite.

Alles in allem bezeichnet der 23 jährige Webdesigner aus Florida sein Experiment nun als erfolgreich beendet und freut sich, auch wenn es sich hierbei nicht um ein ARG handelte, den Besuchern seiner Webseite am kommenden Donnerstag im IRC Chat (Channel #eon8) Rede und Antwort zu stehen.

Einige der Artikel über EON8: