Wer kämpft mit Dina Foxx?

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Schon 2011 flimmerte eine junge Frau namens Dina Foxx in einem spannenden Fernsehfilm über die TV-Bildschirme in unseren Wohnzimmern. Ihr Name lautete „Dina Foxx“. Damals stand sie im Mittelpunkt einer Mordverdächtigung und als der TV-Film an seiner spannendsten Stelle abbrach, blieb die Frage nach dem wahren Mörder offen. Von diesem Moment an, entsponn sich über mehrere Wochen hinweg ein groß angelegtes Alternate Reality Game im Internet, das der Frage „Wer rettet Dina Foxx?“ auf den Grund ging. Für die Teilnehmer des ARGs war es vom ersten Moment an offensichtlich, dass Dina nicht die Mörderin sein konnte, sondern dass hinter dem Mord noch etwas ganz anderes steckte.

Am 9. Mai ist es endlich soweit, dann kommt Dina Foxx zurück und es darf wieder mit gerätselt werden. In „Tödlicher Kontakt“ geraten die Hauptfigur und ihr Umfeld zwischen die Fronten von Lebensmittelindustrie und Aktivisten. Doch der Reihe nach…

Eigentlich ist Dina überglücklich. Nach langer Zeit sieht sie ihren Bruder Aaron wieder. Ein schöneres Geschenk hätte sie sich zu ihrem Geburtstag nicht wünschen können. Doch schon am Morgen danach bricht diese harmonische Welt in sich zusammen. Aaron wird von der Polizei aufgegriffen. Man vermutet, dass er sich einen ordentlichen Cocktail verschiedenster Drogen verabreicht habe, das zeigen zumindest die ersten Untersuchungen. Die Auswirkungen sind so gravierend, dass er noch am gleichen Tag ins Koma fällt. Erst als Aarons bester Kumpel Ecki unter ähnlich mysteriösen Umständen stirbt und plötzlich auch ganz andere Menschen urplötzlich erkranken, spürt Dina, dass etwas anderes dahinter steckt. Zusammen mit ihren besten Freunden begibt sie sich auf Spurensuche und entdeckt dabei die verhärteten Fronten zwischen dem Lebensmittelhersteller „Panderoche“ und der Bioaktivistengruppe „Ausgefressen“ auf. Der Anführer der Aktivisten, ein Mann Namens Falk Peters, will mit allen Mitteln verhindern, dass der Lebensmittelkonzern eine genmanipulierte Tomate auf den Markt bringt, der angeblich eine krebsvorbeugende Wirkung nachgesagt wird. Dafür wiederum kämpft die „Panderoche“-Chefin Larissa Sänger – ebenso mit allen Mitteln.

Doch wie steht dieser Kampf im Zusammenhang mit ihrem Bruder und dessen verstorbenem Kumpel? Gibt es überhaupt einen Zusammenhang?

Dina Foxx im TV

Die neue Geschichte rund um Dina Foxx, den Krieg der genmanipulierenden Lebensmittelindustrie und den Bioaktivisten und um ihre Freunde, wird in zwei TV-Teilen ausgestrahlt werden. Während beide Teile zumindest auf ZDF Neo zu einer ordentlichen Zeit (So. 9. Nov. und So. 16. November, jeweils um 19.30 Uhr) gesendet werden, findet der ZDF Hauptsender am darauffolgenden Montag leider nur um 23.55 Uhr (Teil I) und eine Woche später um 00.15 Uhr (Teil 2) einen „freien“ Sendeplatz. Die Suche nach der Bedeutung hinter diesen Sendezeiten sei an dieser Stelle einmal jedem selbst überlassen. Es gibt sogar noch eine Ausstrahlung auf ZDF Kultur, jeweils Freitags um 20.15 Uhr.

Dina Foxx im Internet

Wahrscheinlich versucht das ZDF gar nicht erst mehr „junge“ Inhalte in das Hauptprogramm seines Hauptsenders zu integrieren. Schließlich gibt es ja den jungen Senden „ZDF Neo“. Und außerdem schaut die junge Generation so oder so nicht mehr zu fest vorgegebenen Sendezeiten TV, was wohl dazu führt, dass das ZDF bereits sämtliche Inhalte zu Dina Foxx ab dem 9. November 10 Uhr Morgens unter der Domain dinafoxx.zdf.de zur Verfügung stellt.

Das ZDF macht damit einen guten Schritt in Richtung „On Demand“-Erlebnis – vielleicht ein erstes, Anzeichen dafür, dass das leicht angestaute Ausstrahlungsschema doch langsam ausgedient hat. On Demand bedeutet in diesem Fall aber auch eine Einladung. Eine Einladung dazu, tiefer hinter die Geschichte der TV-Teile zu blicken. Auf der verlinkten Seite findet man dazu die Möglichkeit, denn zu diesem Projekt gibt es auch wieder einen Online-Strang, dieses Mal zweigleisig, sowie ein Casual Game.

Wer sich also nach wie vor nur zurück gelehnt an die Geschichte rund um Dina Foxx heranwagen möchte, der kann sich die beiden TV-Teile online anschauen und hat damit ein vollständig abgeschlossenes Erlebnis. Dazu gibt es in dem Online-Strang eben noch ein Gleis, auf dem man in sieben Webisodes schon ein bisschen mehr über die Figuren, ihre Hintergründe und die ganze Geschichte erfahren kann. Auch diese Folgen sind noch für diejenigen gedacht, die sich lieber auf dem Sofa sitzend/liegen/stehend berieseln lassen wollen. Das zweite Gleis des Online-Strangs bildet dann eine sogenannte 360° Experience. In ebenfalls sieben Folgen taucht man in Szenen oder Stills im 360° Format ab und kann darin Hinweisen selbst nachgehen, um hinter das wahre Geheimnis der Sendung zu gelangen. Kombiniert mit dem Casual Game hat man also alles an der Hand, um Seite an Seite mit Dina zu kämpfen. Für jeden Erlebnistyp ist etwas dabei und doch wissen nur diejenigen am Ende wirklich alles, die auch selbst etwas aktiver geworden sind.

Also markiert euch am besten gleich den 9. November im Kalender. Denn das solltet ihr Euch nicht entgehen lassen.

Link:

ÜBERTMSB
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Patrick Möller ist Gründer und Herausgeber der ARG-Reporter. Er eröffnete die Webseite Ende 2005 und berichtet seitdem über Alternate Reality Games, Transmediale Projekte, Konferenzen und Events auf der ganzen Welt. Inzwischen gehören auch ein Wiki und ein Forum zu den ARG-Reportern, in denen sich die Community meist bei aktuellen deutschsprachigen ARGs einfindet und gemeinsam über die Vorgänge austauscht. Im Jahr 2011 gründete er zudem mit Dorothea Martin die Gruppe Transmedia Storytelling Berlin - ein monatliches Business-Meeting zum Austausch von Wissen und Kontakten im Bereiche Transmedia. Mehr dazu findet man unter www.tmsb.de