Harvey Dent for Bürgermeister

Ach, hab ich mich gefreut, als ich in meinen Briefkasten gegriffen und einen riesigen Briefumschlag herausgezogen habe. Abgestempelt in Pasadena, Kalifornien. In der Wohnung angekommen habe ich zum nächstbesten brieföffnerähnlichen Gegenstand gegriffen, den Briefschlitz aufgeritscht und einige interessante Dinge zu Tage befördert.

Neben einen Schwung von Aufklebern in unterschiedlichen Größen und Formaten und einem Ansteckbutton befand sich in dem wirklich großen Umschlag als Dreingabe eine Ausgabe der The Gotham Times. Ausgabe Nummer 2? Anscheinend dauert das Zeitungsschreiben in Gotham City ein wenig länger. Auch die geringe Seitenanzahl hat mich ein wenig stutzig gemacht.

Stellt sich nur die Frage, wieso das Wahlkampfteam von Harvey Dent mir ein Set von Wahlkampfmitteln zu geschickt hat?! Möchte Dent etwa über den großen Teich greifen und gegen unseren beliebten Herrn Bürgermeister und-das-ist-auch-gut-so-Wowereit antreten? Dent hat auf jeden Fall schon einmal mit seinem knackigen Wahlkampfspruch I believe in Harvey Dent die Nase vorn.

Dent hat schon eine große Anzahl von Supportern um sich scharren können. Wer ihn fördern möchte, kann sich auf seiner Webpräsenz Schilder, Plakate und Banner herunterladen und damit Dents Wahlkampf unterstützen. Die kann er jetzt auch gut gebrauchen, denn eine Verleugnungskampagne macht ihn derzeitig zu schaffen. Ein Lichtblick waren die entlastenen Aussagen eines Geiselgangsters, den Dent ohne Gewalt zur Aufgabe zwingen konnte.

„I believe in Berlin“

The Final Mill – Eine Botschaft von Ada Lovelace

Die Welt ist gerettet. Das Böse besiegt. Nach vier Wochen intensivem Rätselraten und spannenden Aufgaben endete am 26.02.2008 „Final Mill” das erste Alternate Reality Game von Microsoft Deutschland.

Das ARG „Final Mill” handelte von Ada Lovelace, der ersten namentlich bekannten Programmiererin der Geschichte und ihrem Erbe. Die „Telling Machine”, eine geniale Konstruktion, die der Menschheit dienen soll, die aber in den falschen Händen auch eine Gefahr unbekannten Ausmaßes darstellt. Die Van Velsenmeer Foundation wollte sich Adas Erfindung schon lange zu nutze machen, um ihre wahnsinnigen Ziele zu erreichen. Seit dem Tod Adas Ende des 19. Jahrhunderts versuchte die Foundation fieberhaft an den letzten Baustein der Maschine zu gelangen. Kurz bevor Ada von ihrem Leibarzt hinterhältig ermordet wurde, erhielten in weiser Voraussicht fünf ihrer Weggefährten jeweils einen Code. Den entscheidende Masterkey erhielt Vivien Pastiof , die jüngste heutige Erbin und wurde somit unfreiwillig zur Schlüsselfigur eines hinterhältigen Spiels der Van Velsenmeer Foundation.

Um an die fehlenden Codes zu gelangen, wurde Vivien mit einer vorgetäuschten Entführung ihres Freundes Daniel Hege, der mit der Van Velsenmeer Foundation unter einer Decke steckt, unter Druck gesetzt. Entweder sie besorgt die Codes oder sie wird Daniel nicht mehr wiedersehen. „We want the five or he will die“. Mit Hilfe einer Heerschar von Programmieren, Entwicklern und eingefleischten ARG Spielern versuchte Vivien den Forderungen der Entführer nach zu kommen. Gemeinsam bekämpften sie die teuflischen Absichten der Foundation und wenden in letzter Sekunde die Machtübernahme ab.

In den letzten drei Wochen ist viel passiert. Die Geschehnisse versuche ich, ohne Garantie auf Vollständigkeit, zusammen zu fassen.

Die Nachricht von Daniels Entführung löst große Besorgnis unter den Spielern aus. Gemeinsam versuchen sie Vivien zu helfen. Telefonate und E-Mail-Anfragen an die Van Velsenmeer Foundation bringen keine neuen Information zu Tage. Die Foundation gibt sich bedeckt und streitet die Entführung eines ihrer Mitarbeiter ab. Die Erpresser melden sich bei Vivien und fordern die Herausgabe von Codes, die in den fünf Lochkarten verschlüsselt sind.

Weitere Spieler erhalten mit der Post eine kleine Sanduhr. Auf einem kleinen Zettel ist eine URL angegeben, die zu einer Powerpoint-ähnlichen Präsentation eines gewissen Konrads führt. 13 kleine, aber teuflisch verzwickte Rätsel müssen gelöst werden. Diese führen zu der Website der Sandmen Inc, auf der für Sandspielzeug geworben wird. Wer sich dort für einen Newsletter anmeldet, erhält verschiedene Newsletter. Unter anderem sind in vier von ihnen Geokoordinaten versteckt. Diese führen zu einer Brücke im Englischen Garten.

[youtube]i23AcogR3IM[/youtube]

Parallel dazu finden die Spieler in einem Quelltext der Van Velsenmeer Foundation einen Link zu einem Bewerbungsbogen für ein Experten Audit der Foundation. Die Spieler melden sich per Fax an und erhalten in Berlin die Möglichkeit Dr. Gert. Homscheid, den Chef der Van Velsenmeer Stiftung, persönlich kennen zu lernen. Die ausgesuchten Teilnehmer des Audits müssen innerhalb von zwei Stunden verschiedene Texte dechiffrieren und mit Microsoft Visual Studio 2008 programmieren. Während des Audits entwendeten Teilnehmer diverse Unterlagen und Gegenstände aus dem Seminarraum, um sie den nicht anwesenden Spielern zugänglich zu machen. Da ist er wieder der Name Konrad. Ein weiterer Teilnehmer des Audits. Die Spieler finden ihn von Anfang an suspekt und ahnen, dass er eine größere Rolle spielen könnte. Womit sie recht haben. Auf dem Rückweg steckt er einem Mitspieler die Nachricht „Don’t waste your talent on the wrong side of the lane“ zu, deren Bedeutung sich noch erschließt.

Währenddessen ist Vivien nach München gefahren, um die Hintergründe Daniels Verschwinden eigenhändig nachzugehen. Nach ihrerAnkunft durchsucht sie die Wohnung, macht von einigen Gegenständen Fotos und lädt diese auf ihren Weblog. Auch den Inhalt einerAudio-CD, die sie auf der Zugfahrt zugesteckt bekommen hat, wird den Spielern zugänglich gemacht. Noch in der Nacht wird einzerschreddertes Fax wiederhergestellt, die Website des Clarence Getränks entdeckt und ein Video auf YouTube entdeckt. Auf dem Flaschenetikett verbirgt es ein Anagramm. Ein Lochkartencode!.

[youtube]vcY_U1X6JpA[/youtube]

Am nächsten Tag besucht Vivien die Van Velsenmeer Stiftung. Dort stellt sie Dr. Homscheid zur Rede und nimmt das Gespräch mit ihrem Handy auf. Anschließend durchsucht sie Daniels Arbeitsplatz. Zuhause angekommen berichtet sie von ihrem Besuch bei der Foundation. Noch während der Aufnahme klingelt das Telefon. Wenn sie Daniel wiedersehen will, soll sie auf der Stelle zu einem bestimmten Treffpunkt kommen. Vor lauter Aufregung verlässt Vivien die Wohnung ohne die Webcam auszuschalten. Ergebnislos kehrt sie in die Wohnung zurück und muss voller entsetzen feststellen, dass in ihrer Abwesenheit eine Frau Daniels Zimmer durchsucht hat. Schockiert berichtet Vivien ihren Bloglesern das Geschehene und stellt ihnen ihr heimlich aufgenommenes Gespräch, das Einbruchs-Video und diverse Fundstücke den Spielern zur Verfügung. Die Einbrecherin hat wahrscheinlich eine SD-Karte gesucht, die Vivien in Daniels Notizbuch entdeckt hat. Auf dieser Karte befindet sich ein verschlüsseltes Archiv, dass geknackt wurde. Das Passwort versteckt sich in einem Filmposter.

Das ist noch nicht alles. Die Spieler finden in dem Notizbuch eine Ebay Artikelnummer. Bei dem Artikel handelt es sich um eine kleineHolzspieluhr, die mithilfe von Lochstreifen eine Melodie spielt. Die Spieler kontaktieren den Verkäufer und erhalten eine Sounddatei mit der Aufzeichnung einer Melodie. Die Tonfolge wurde allem Anschein nach von Verdi komponiert und besteht aus den Noten ADAEACE, ein weiteres der fünf Passwörter für die Entschlüsselung der Lochkarten.

Die Spieler können durch geschicktes Socialhacking die geschützte Online-Bibliothek knacken. Sie führen die Bibliothekarin mit gefälschten E-Mailadressen an der Nase herum und erhalten dadurch Zugriff auf alle Security Level und somit auch auf diverse Dokumente, die für die Spieler wichtige Informationen parat halten.

Parallel zum Experten Audit in München trifft sich Vivien mit einigen die Spieler. Gemeinsam begeben sie sich zu der Geokoordinate aus den Sandmen Newslettern, die in den Englischen Garten führt. Unter einer Brücke finden sie in eine Plastiktüte verpackt eine Box mit fünf Spielkarten und der Botschaft „We are the five“. Auf jeder dieser Jokerkarten ist eine Person abgebildet. Im Verlaufe des Spiels werden alle Personen identifiziert: Louis Braille, Mary Shelley, Alfred Guillaume Gabriel (Count d’Orsay), William Henry Fox Talbot und Guiseppe Verdi.

Ein Kommentar von Achim A. Berger in Viviens Blog führt die Spieler auf die Internetseite http://www.prevarication.org. Eine Seite, die über Verschwörungstheorien im Allgemeinen und von der Van Velsenmeer Foundation im Speziellen berichtet. Herr Berger scheint nicht nur dort aktiv zu sein. Eine Recherche ergibt, dass er auf Telepolis einen Artikel über Ada Lovelace geschrieben und einen Aufsatz über Braille, den Erfinder der Blindenschrift, verfasst hat. Das PDF-Dokument verschickt er an Interessierte. Darin befindet sich ein Gedicht auf Braille. Noch ein Lochkartencode. Von prevarication.org gelangen die Spieler zu einer Internetausstellung von William Fox Talbot. In einem der Bilder versteckt sich der vorletzte Code . Die letzte Seite laborduredamour.com wird durch die Spieler entdeckt. In den Zutaten des Parfüms versteckt sich der letzte Code. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Codes im Besitz der Spieler.

Die Van Velsenmeer Foundation bleibt nicht untätig. Zum einen nimmt Herr Homscheid Kontakt zu Vivien auf und biete ihr seine Hilfe an. Er schreibt ihr, dass er herausgefunden hat, dass zu jedem der fünf Joker ein Schlüsselwort gefunden werden muss, um ein Entschlüsselungsalphabet zu bilden. Zum anderen werden die Teilnehmer des Audits angeschrieben und aufgefordert, einen E-Mail-Account zu hacken. Acht Stunden später ist der Account geknackt und die E-Mails aus dem Konto im Forum veröffentlicht.

Der Blog von Vivien wird gehackt. Zu sehen gibt es nur ein Video der Entführer. Sie drohen damit, Daniel schlimme Dinge anzutun, wenn Vivien nicht alle fünf Codes der Lochkarten im Heise Security Forum postet. Zu allem Überfluss bekommt Vivien ein Päckchen mit blutigem Inhalt zugestellt, das scheinbar einen abgeschnitten Finger enthält, was sich aber später als Fake herausstellt.

[youtube]hX0CHIrlEDs[/youtube]

Nachdem Vivien die Codes übermittelt hat, kehrt sie in Daniels Wohnung zurück. Und wartet. Und wartet. Und wartet. Ihr Blog wird rehackt. Am nächsten Tag berichtet Vivien überglücklich von Daniels Rückkehr. Aber irgendetwas scheint gar nicht zu stimmen. Die Sandmen veröffentlichen ein Video vom selben Tag. Daniel verlässt mit Homscheid gut gelaunt ein Haus. Zu dieser Zeit hätte Daniel eigentlich noch in den Händen der Entführer sein müssen.

[youtube]NMF9T1Y_KdI[/youtube]

Zwischenzeitlich erhält Vivien von einem Anwalt einige Dokumente bezüglich ihrer Adoption. Unter anderem ein Brief von Ada Lovelace. Elisabeth macht sich auf den Weg in Viviens Wohnung. Sie vermutet, dass Daniel zur Van Velsenmeer Foundation gehört. Als Elisabeth in Daniels Wohnung eintrifft, sind Vivien und Daniel verschwunden. Elisabeth erhält durch V1C0R Zugang zu Viviens Blog und hinterlässt eine Nachricht. Die Sandmen glauben, dass die Van Velsenmeer Foundation Vivien benötigen, um ihren teuflischen Plan umzusetzen. Auf prevarication.org kann man nachlesen, dass die Foundation einen Supervirus entwickeln, der auf Ada Lovelace’s Idee zur „Telling Machine“ aufsetzt.

Die Sandmen, die durch einen Informanten schon länger Informationen über die Entwicklung des Supervirus besaßen, haben die Zeit genutzt und ein Gegenprogramm entwickelt, das den Virus an seiner Ausbreitung hindern soll. Dieses Gegenprogramm können sich die Spieler auf der Seite der Sandmen downloaden.

Am Dienstag Abend unternimmt die Van Velsenmeer Foundation dann den Versuch, den Virus über einen ihrer Server im Internet zu verbreiten. Die Spieler bauen mit Hilfe des Antivirus eine Blockade auf und halten dagegen. Dazu müssen möglichst viele Spieler das Antivirus-Programm aufrufen und durch Eingabe der richtigen Lochkarten-Codes dem Server die Zugangswege in den Rest des Internets absperren. In einem Livechat fordert V1C0R die Spieler während dessen auf, Freunde und Bekannte zu animieren, ihnen zu helfen und so gemeinsam den Supervirus zu stoppen.

Im Chat mit V1C0R taucht plötzlich die Trollcat auf und versucht die Spieler gegen V1C0R auszuspielen. Hinter dem Namen Trollcat scheint Daniel zu stecken. Zu diesem Zeitpunkt kommt es zu diversen Ausfälle vom amerikanischen Atomkraftwerke. Ein Vorbote des Supervirus?

Während die Spieler versuchen den Supervirus zu stoppen ist Elisabeth in die Foundation eingebrochen und versucht Vivien zu befreien. Sie steht dabei mit Spielern per Handy in Kontakt, die sie unter anderem durch den unterirdischen Komplex der Van Velsenmeer Foundation lotsen, bis sie vor einer massiven Tür zum stehen kommt. Wie sie schnell herausfindet lässt sich diese Tür nur per Spracherkennung öffnen und alle von ihr gesprochenen Zugangscodes funktionieren nicht. Die Idee der Spieler, die von Ihnen aufgezeichnete Rede von Dr. Gert Homscheid während des Experten Audits könne das Passwort enthalten, erweist sich nun als erfolgreich. Die schwere Tür öffnet sich und Elisabeth kann Vivien befreien und mit ihr in den nahegelegenen Wald entkommen.

Vivien ist befreit und der Supervirus vernichtet. Was bleibt ist eine Botschaft von Ada Lovelace an unsere heutige Welt:

“NOTHING SHALL DARKEN THE BLAZE OF OUR NOBLE IDEAS. THE DOCTORS EVIL PLOT WILL FAIL IN A NEW AND MODERN WORLD, COMPUTED BY HUMAN MIND AND POWERFUL TOOLS. THUS, THERE IS NO NEED FOR DISSECTING THE MECHANICAL HEARTS OF MY MACHINES BUT A NEED FOR DISCOVERING THE TRUE NATURE OF MANKIND: BROTHERS AND SISTERS IN SPIRIT, UNITE IN LANGUAGE, EFFORT AND HOPE. I FEEL THAT THIS FUTURE HAS ALREADY BEGUN. GODSPEED!”

Interessante Links:

Das Kind | push11

Seit meinem letzten Beitrag über push11 hat sich einiges getan. Einiges ist gut.

Nach fünf spannenden Wochen ging das Alternate Reality Game für den neuen Thriller „Das Kind“ von Sebastian Fitzek zu Ende. Die Geschichte um den kleinen Horatio/Simon sorgte auf diversen Weblogs und in verschiedenen Internetforen für etliche Stunden Gesprächsstoff und durchaus auch schlaflose Nächte. Dabei wurde das ARG sehr unterschiedlich aufgenommen. Die einen waren überaus begeistert, spielten mit und wollten das Geheimnis von Horatio unbedingt lösen. Andere hielten sich zurück oder hatten eine ganz eigene Meinung dazu.

Das besondere an diesem ARG: Die eifrigen Rätselfreunde spielten – ohne es zu wissen – den Prolog des von Droemer Knaur verlegten Buches.

„Als Robert Stern diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging. Noch weniger ahnte er, dass der Tod etwa 1,43 m messen, Turnschuhe tragen und lächelnd auf einem gottverlassenen Industriegelände in sein Leben treten würde.“ Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Verblüffung wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn nicht nur berichtet Simon von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch…“

Obwohl schon relativ schnell bekannt wurde, wer hinter dem ARG steckt, rätselten die Spieler unbeirrt weiter. Dank des tollen Einsatzes von Barbara, die extra ein Internetforum und einen Chat eingerichtet hat, konnten sich die Spieler ausführlich über die Ereignisse informieren und intensiv austauschen. Man traf sich nicht nur Online.

Die Spieler verabredeten sich zu fast einem Dutzend „Außeneinsätze“, um neuen Hinweisen und Aufgaben nachzugehen oder einfach nur, um an einem Tisch zu sitzen und gemeinsam zu grübeln. An dieser Stelle möchte ich auch auf Tatze aus dem Berlinkriminell-Forum hinweisen, die sich besonders viel Mühe mit derZusammenfassung aller Ereignisse, ob diese nun On- oder Offline stattfanden, der letzten Wochen gemacht hat. Vielen Dank für Deine tolle Arbeit.

Was mit einem gruseligen Videoclip auf einem USB-Stick seinen Anfang nahm, endete mit einer Fahrstuhlfahrt im höchsten Wohnhaus Berlins. Eine Schilderung der Ereignisse hat Frank dazu geschrieben. Dort finden sich auch eine Menge Fotos.

Wer die Möglichkeit wahrnehmen möchte, den Autor Sebastian Fitzek live zu erleben und/ oder sich mit anderen ARG Spielern auszutauschen, hat dazu zwei Möglichkeit. Am 10.01.2008 um 18:00 Uhr findet die offizielle Buchpremiere von „Das Kind“ bei Hugendubel in der Schloßstraße (Berlin) statt. Knapp zwei Wochen später am 28.01.2008 gibt es bei Thalia in den Schönhauser Allee Arkaden ein ARG Spieler Treffen mit einer Lesung von Sebastian Fitzek.

Hier noch ein paar Links zum Thema Das Kind/push11:

 

Der Joker unter uns – oder auch nicht

Schminken für den JokerIch bin schon ein wenig enttäuscht. Da sind wir extra für den Joker frühmorgens bei eisigen Temperaturen zum Brandenburger Tor, haben uns gegenseitig Theaterschminke ins Gesicht geschmiert, die alles andere als einfach wieder zu entfernen war und haben uns freiwillig und auch unfreiwillig von Berlin-Touristen fotografieren lassen. Und wofür das ganze? Während unsere Mitstreiter von der anderen Seite des großen Teichs Post vom Joker erhielten, gingen wir leer aus.

Die Jungs und Mädels bekamen mit der Post Umschläge frei Haus geliefert. In diesen befanden sich einige Ausgaben der „Gotham Times“. Schnell wurden neben der Internetpräsenz „Gotham Times“, etliche weitere Internetseiten mit Gotham-Bezug entdeckt, auf denen wiederum Informationen versteckt waren. So gelang es beispielsweise den Spielern einen Stadtplan von Gotham City zusammen zu basteln.

Am letzten Dienstag kam erneut Bewegung in das Spiel um den neuen Batman Film „The Dark Knight“ auf. Mit dem Ablauf eines neuen Countdowns auf Whysoserious.com, wurden die Spieler aufgefordert unterschiedliche Adressen in den USA auf zu suchen. Diese führten sie zu 22 Bäckereien in denen Sie einen Kuchen in Empfang nehmen konnten. Auf diesem stand in Zuckerguss eine Telefonnummer geschrieben. Wählte man diese klingelte es plötzlich in dem Kuchen. Zum Vorschein kamen ein Handy, ein Filmplakat und eine Einladung zum Prologfilm „I Am Legend“ in einen IMAX Kino seiner Wahl.

Naja, immerhin haben wir es unter die besten fünf im Joker Fotoshooting-Ranking geschafft und Spaß hatten wir natürlich auch 😉

Pass auf mich auf | Push 11 | Zimmer 217 (Update)

(Update) Vor ein paar Tagen habe ich von Pass auf mich auf | push11.com berichtet. Seitdem hat sich einiges ereignet. Ein gedeckter Tisch wurde gefunden, die Fahrstuhltür öffnete sich, DVDs tauchten auf, zu den Blumen- und Pizzalieferungen gesellten sich Geburtstagseinladungen von einem gewissen Horatio, ein Krankenzimmer mit der Nummer 217 wurde gesucht, von einer Verschwörung und Stephen King berichtet und Berliner Blogger trafen sich.

Die Spürnase von berlinkriminell entdeckte in dem Café „bar eleven“ am Leipziger Platz einen mit 11 Teelichtern und Marienkäfern gedeckten Tisch. Auf diesem lag eine Geburtstagseinladung.

„Liebe Eleven, ihr seid ganz herzlich eingeladen. Kommt ihr?“

Unterschrieben von Horatio. Der Geburtstag findet am 26. November um 15:30 Uhr im Zimmer 217 statt. Nicht nur „Eleven“ erreichte die Karte; auch verschiedene Blogger und Forenbetreiber erhielten eine Einladung von Horatio. Wo ist nur dieses Zimmer, was verbirgt sich dahinter und wer ist Horatio?

Die mysteriöse Fahrstuhlfahrt auf push11 endete vorgestern in einem Krankenhausflur vor einem Zimmer 217. Einige Blogger (pr011 von berlinkriminell, lamucha und der Hauptstadtblogger Matthias) machten sich auf den Weg in die Charité, um das Zimmer zu suchen. Dort angekommen konnten sie zwar die vermeintliche Tür aus dem Fahrstuhlfilm identifizieren, aber leider passte die Zimmernummer nicht zu der gesuchten. Dafür entdeckten sie ein Geburtskärtchen von einem Frühchen. Alles Zufälle oder neue Hinweise?

Mindestens zwei Personen wurde jeweils eine DVD mit dem Fahrstuhlfilm „überreicht“. Die eine anscheinend im Kriminaltheater, die andere in einer Buchhandlung. Auch ist von einer Verschwörung einer anonymen Verbindung die Rede, „dessen Ziel es ist allen Berliner Bloggern zu schaden.“ Hat Stephen King etwas mit der Zimmernummer zu tun?

Gestern Abend trafen sich vier Berliner in einer gemütlichen Runde, um die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Polylux war auch dabei und wird darüber am Donnerstag um 23.30 Uhr im Ersten, als Wiederholung am Freitag um 23.45 Uhr auf RBB und am Samstag um 11.45 Uhr auf 3sat berichtet.

Nachtrag, 22.11.2007: Heute wurde eine neue Website entdeckt, ein Blog bei Livejournal. Es handelt sich dabei um das Weblog von jemandem, der sich als Horatio ausgibt. Die URL zu dieser Seite war auf den Einladungskarten versteckt und konnte mit einem Feuerzeug sichtbar gemacht werden. In den Beiträgen gibt es bereits eine ganze Menge Informationen, die hier von einem Miträtsler zusammengefasst wurden.

 

Pass auf mich auf | push11.com

Pizza gefällig oder darf es doch lieber ein Blumenstrauß sein? In den letzten Tagen scheinen bei uns in Deutschland einige seltsame Dinge vorzugehen. Einige berichten davon, mit einem Blumenstrauß überrascht worden zu sein. Andere schreiben darüber, eine Pizza erhalten zu haben. Und alle erzählen davon, dass diesen Sendungen ein USB-Stick beilag, der einen Film mit der Dateibezeichnung pass_auf_mich_auf.wmv enthielt.

Der Film zeigt einen abwärts fahrenden Fahrstuhl. Alles ist sehr düster gehalten und zum Ende des Films hört man lauter werdende Schreie. Schaut man bei der Wiedergabe genauer hin, erkennt man kurz vor Schluß für den Bruchteil einer Sekunde die URL push11.com aufblitzen.

[youtube]pgXKmxAvNSQ[/youtube]

Ruft man die Seite auf, bekommt man das Bild eines Fahrstuhl-Eingabepanels zu sehen. Derzeit steht die Stockwerksanzeige auf -5, während im Hintergrund das Geräusch des sich bewegenden Fahrstuhls zu hören ist. Derzeit wird vermutet, dass wohl am 19.11. etwas passieren muss, da dann die Anzeige das letzte Stockwerk erreicht. Doch was wird dann passieren?

Sucht man über Google nach push11, so führen die Hinweise auch in Richtung einer 20 Jahre alten kryptischen Textdatei, zu einer japanischen Band und zu einem Essay über das Klonen. Alles Zufall?

Wer weitere Hinweise findet, ebenfalls seltsame Sendungen erhält oder es nicht bis zum 19. aushält, der kann sich in dem frisch von Berlinkriminell.deeingerichteten push11-Chat oder in dem push11-Forum mit anderen darüber austauschen.

 

The Joker returns

Zum neuen Batman Film The Dark Knight (Kinostart Deutschland: 31. Juli 2008) gibt es anscheinend von 42 Entertainment ein neues ARG. Ausgangspunkt ist die Internetseite des Jokers. Einige Wochen vor Halloween sah dort der erstaunte Internetsurfer auf seinem Bildschirm eine schmelzende Kerze in einem vor sich hinrottenden Gruselkürbiskopf.

Pünktlich mit dem Abbrennen der Kerze an Halloween änderte sich die Internetseite. Zu sehen waren 49 kleine Zettel, die zu bestimmten Orten verteilt auf die ganze USA führten. Es sollte sich herausstellen, dass an jedem dieser Orte ein Buchstabe zu sehen war. Aneinandergereiht ergaben die einzelnen Buchstaben den Satz: “THE ONLY SENSIBLE WAY TO LIVE IN THIS WORLD IS WITHOUT RULES“. Mit dem Lösen der Aufgabe änderte sich die Internetseite ein weiteres Mal ändern und förderte ein Foto vom Joker inklusive einem Audiofile zu Tage.

Der Klick auf das Bild führt zu der nächsten Internetseite, auf der die Mitspieler aufgefordert werden sich in einer großen Gruppe mit geschminkter Jokerfratze vor einem Wahrzeichen ihrer Stadt zu fotografieren. Stichtag ist der 17.11.2007.

Jetzt sind wir alle gefragt. Gerne würde ich mich mit anderen Freiwilligen vor dem Brandenburger Tor verewigen lassen. Wer ist dabei? (Der genaue Zeitpunkt dafür wird noch bekannt gegeben)

UPDATE: Wir zählen auf Euch und erwarten Euch deshalb am kommenden Montag, 12.11.2007, um 13.00 Uhr am Brandenburger Tor. Es wäre gut, wenn ihr dann schon als Joker geschminkt seid, damit das Foto dann auch schnell im Kasten haben (was aber kein muß ist, wir können zur Not auch noch vor Ort schminken) 😉 Seid dabei!